Ehrenmedallie an Pf. Erwin Lachnit verliehen

Von-Steinrück-Medaille an „Pfarrer in Rufbereitschaft“ Erwin Lachnit zum 80. Geburtstag ausgezeichnet Seelsorger, Baumeister und Mensch

Von-Steinrück-Medaille an „Pfarrer in Rufbereitschaft“
Erwin Lachnit zum 80. Geburtstag ausgezeichnet
Seelsorger, Baumeister und Mensch

Poppenhausen (Wasserkuppe): Am Sonntag, den 19. Juli hatte der Gemeindevorstand und der Pfarrgemeinderat der Kirchengemeinde St. Georg nach dem Hochamt zu einem kleinen Empfang auf den Marktplatz vor der Kirche eingeladen. Nachdem der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Thomas Ebert, die Anwesenden begrüßt und Pfr. i.R. Erwin Lachnit zum 80. Geburtstag gratuliert hatte, nahm die politische Gemeinde den runden Geburtstag des Pfarrers im Ruhestand, gerne zum Anlass, diesen für seine Verdienste mit der höchsten Auszeichnung der Gemeinde zu ehren.
Im Jahr 2004 hatte die Gemeinde Poppenhausen (Wasserkuppe) zur Würdigung von besonderem herausragendem Engagement um das Gemeinwohl die „Von-Steinrück-Medaille“ als Ehrenmedaille eingeführt.
Der Gemeindevorstand hatte übereinstimmend den Beschluss gefasst, die 10. Von-Steinrück-Medaille an Pfr. i.R. Erwin Lachnit zu verleihen. Dies in Dankbarkeit, Anerkennung und Würdigung langjähriger, herausragender Verdienste für die Kirchengemeinde St. Georg und das Ortsbild, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erhalt, der Sanierung und des Neubaus von ortsbildprägenden kirchlichen Liegenschaften.
Die bisher überschaubare Zahl der Verleihungen innerhalb von 17 Jahren macht deutlich, dass es sich dabei um eine ganz besondere Auszeichnung handelt.
Die Ehrungen sollen einerseits als Wertschätzung, Dank und Anerkennung verstanden werden, andererseits soll sie auch weitere Mitbürgerinnen und Mitbürger animieren, sich ebenso vorbildlich zu Gunsten des Gemeinwohls einzubringen.
Zur Begründung für die Verleihung der „Von-Steinrück-Medaille“, die Bürgermeister Manfred Helfrich mit dem Ersten Beigeordneten Peter Schramm vornahm, gab er folgende Erläuterungen:
Die Arbeit von Herrn Erwin Lachnit, und sein Wirken in Poppenhausen war einerseits von der Erfüllung seiner Aufgaben als Pfarrer und Seelsorger geprägt, und andererseits auch davon, Neues zu schaffen, Bestehendes zu verändern sowie auch Bewährtes zu bewahren, auszubauen und weiterzuentwickeln. Über den langen Zeitraum von 1982 – 2008, also 26 Jahre lang hatte er in der Pfarrgemeinde St. Georg gewirkt.
Anschließend hab er in seinem Ruhestand die Bezeichnung „Pfarrer i.R so verstanden, dass er das „i. R“ nie so ganz als Ruhestand begriffen hatte, sondern vielmehr als „in Rufbereitschaft bzw. in Rufweite“ lebte.
Immer wieder hatte er sich nach seinem Eintritt in den Ruhestand seit 2008 in Poppenhausen wie auch in weiteren Pfarrgemeinden der Region in die Pflicht nehmen lassen. Ob bei Messfeiern, Hochzeiten, Taufen oder Beisetzungen – er war in den vergangenen 13 Jahren immer wieder gerne bereit, diese Aufgaben zu übernehmen.
Zur politischen Gemeinde Poppenhausen (Wasserkuppe) bestand all die Jahre ein gutes, konstruktives und wertschätzendes Verhältnis. Zu den Generationen und insbesondere zur Jugend hat er eine lockere, ungezwungene und auch freundschaftliche Verbundenheit.

„Zusammenfassend steht es außer Frage, dass er hier in seiner Wahlheimat tiefe Spuren hinterlassen hat, die noch heute erkennbar sind und in der Zukunft sichtbar bleiben“.
Neben seiner Aufgabe, die Pfarrgemeinden Pst. Georg Poppenhausen und die Filialgemeinde St. Laurentius zu leiten, hat er auch die Rolle als engagierter Baumeister eingenommen, was in zahlreichen Projekten belegt wird:

  •  Mitwirkung bei der Marktplatzgestaltung und beim Anlegen von Brunnenplätzen um die Pfarrkirche im Rahmen der Dorferneuerung Anfang der 80-er Jahre.
  • Sanierung und Umbau der Filialkirche St. Laurentius in Sieblos
  • Umbau und Erweiterung der kath. Kindertagesstätte St. Elisabeth 1989-1990
  • Restaurierung und Neugestaltung der Pfarrkirche St. Georg von 1992 – 1995
  • Umfeld-Gestaltung der St. Laurentius-Kirche in Sieblos mit Neuanlegung des Ehrenmals zur Erinnerung an die Gefallenen und Vermissten der Kriege.
  • Sanierung und Umgestaltung des Pfarrlichen Friedhofs mit Neubau der Friedhofshalle mit Geräteschuppen.
  • Sanierung Papst-Johannes-Paul-Haus und das Fachwerkgebäude der Pfarrbücherei.
  • In Kooperation mit der politischen Gemeinde wurden die Kreuzigungsgruppe am Kalvarienberg saniert, und ebenso wie die Mariengrotte freigestellt, die nächtliche Beleuchtung vom Kirchturm und der Kreuzigungsgruppe realisiert. Auch für die Kinderbetreuung wurde zu seiner Zeit in einem partnerschaftlichen Miteinanders Verantwortung übernommen. 

Insgesamt eine stattliche Bilanz, die eindrucksvoll belegt, dass er zusammen mit den Verwaltungsräten Verantwortung für die Kirchengemeinde und deren Liegenschaften übernommen hat. Für diese Lebensleistung verdiene er Respekt sowie auch Lob, Dank und Anerkennung.
Der Bürgermeister dankte für die langen Jahre des partnerschaftlichen Miteinanders und freute sich beim Rückblick darüber, dass in den Jahren der gemeinsamen Verantwortung „Politische Gemeinde und Kirchengemeinde“ so manches gemeinsam erreicht werden konnte. Er stellte heraus, dass Menschen, die in einer Verantwortung stehen oft deshalb besonders geschätzt werden, weil sie authentisch sind und bleiben. Pfr. Erwin Lachnit, sei stets für seine Überzeugung eingetreten und habe niemandem nach dem Mund geredet. Er habe nach seiner Überzeugung gesprochen und gehandelt, ob sie populär gewesen sei oder nicht. Gerade dadurch sei er einschätzbar und berechenbar und sich treu geblieben.
Im Namen der gemeindlichen Gremien sowie der Mitbürgerinnen und Mitbürger und auch ganz persönlich gratulierte der Bürgermeister den Jubilar zum 80. Geburtstag sowie zur verdienten Auszeichnung mit der Von-Steinrück-Medaille, für dessen Lebensleistung. „Wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute, beste Gesundheit und anhaltende Vitalität, persönliche Zufriedenheit und Gottes reichen Segen…“+++(M.H.)

Nachfolgend einige Impressionen:

Der Erste Beigeordnete Peter Schramm gratuliert bei der Übergabe der Ehrenmedaille.

Gruppenfoto von der Übergabe der Von-Steinrück-Medaille: v. l.: Pfarrer Jörg Stefan Schütz, Bürgermeister Manfred Helfrich, Pfarrer i.R. Erwin Lachnit u. Erster Beigeordneter Peter Schramm.

Bei seinen Dankesworten amüsiert der Geehrte mit einigen lustigen Anekdoten.

Maik Lotz, der Vorsitzende des Musikvereins Cäcilia bei der Gratulation.

So wie der Dirigent Manfred Münch und Tanja Böhm beglückwünschten viele Gäste den Altersjubilar und Geehrten.

…hier Gerhard Krenzer

Gratulantinnen aus der Filialgemeinde St. Laurentius.

Die „Von-Steinrück-Medaille“ als Ehrenmedaille der Gemeinde Poppenhausen (Wasserkuppe).

Die Gravur der personalisierten Rückseite der Ehrenmedaille.

Die Urkunde / das Zertifikat zur Von-Steinrück-Medaille.

Die auf dem Marktplatz verteilte Festgemeinschaft lauscht den Ansprachen.

Pfarrer Jörg Stefan Schütz und Bürgermeister Manfred Helfrich im Gespräch.

Michael Griem gratuliert mit einem Ständchen auf einer besonderen Mundharmonika.

Bürgermeister Manfred Helfrich gratuliert dem Alters-Jubilar, Mitbürger Erwin Lachnit, zum 80. Geburtstag.
Bürgermeister Manfred Helfrich gratuliert dem Alters-Jubilar, Mitbürger Erwin Lachnit, zum 80. Geburtstag.

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