Was für zwei Abende! Erst Krimispannung unter dem Sternenhimmel am Stein, wenige Tage später sphärische Klänge, Sagen und ein überwältigender Sternenhimmel am Guckaisee. Poppenhausen hat einmal mehr gezeigt, wie besonders Veranstaltungen sein können, wenn sie die einzigartige Landschaft der Rhön einbeziehen.
Lesung unterm Sternenhimmel mit Tim Frühling
Rund 150 Gäste aus nah und fern folgten am 7. August der Einladung zur Lesung mit hr-Moderator und Autor Tim Frühling an die Steinkapelle in Poppenhausen. Unter freiem Himmel las er aus seinem neuen Rhön-Krimi „Ploatzlich tot“ und gab zugleich interessante und humorvolle Einblicke in die Entstehung des Buches.
Im Mittelpunkt des Krimis stehen ein mit einer Mistgabel getöteter Ortsvorsteher, ein Streit um einen Solarpark, Fragen der Zuständigkeit und natürlich jede Menge Rhöner Lokalkolorit. Viele der Schauplätze sind real – nur der Ort Obersolzrod, an dem der Mord geschieht, ist sicherheitshalber erfunden. Wer den Täter kennt, weiß schließlich: Auch in der Rhön kann es ganz schön spannend werden.
Bürgermeisterin Alexandra Ballweg nahm in ihrer Begrüßung den besonderen Bezug Tim Frühlings zu Poppenhausen auf – insbesondere zu dessen mittlerweile fast schon legendärer „Liebe“ zum Liebesweg. Sie schlug dem Autor deshalb augenzwinkernd einen Genrewechsel vor: Warum nicht einmal eine romantische Geschichte statt eines Krimis? Ihr Titelvorschlag: „Romanze auf dem Liebesweg in Poppenhausen – Liebe geht durch den Schwartemagen“.
Tim Frühling griff den Ball gerne auf und schlug im Laufe seiner Lesung immer wieder die Brücke zum Liebesweg. Den Namen des Mörders verriet er seinem Publikum allerdings nicht. Wer es wissen wollte, musste schon zum signierten Buch greifen.
Die Stimmung an der Steinkapelle war hervorragend. Es wurde gelacht und gelauscht – und am Ende gingen die Gäste mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause.
Ein herzlicher Dank gilt der Kirche, die die Nutzung dieses besonderen Ortes ermöglicht hat, dem Bauhof für die Vorbereitungen sowie dem Tourismusbüro, das die Veranstaltung bestens organisiert hat.
„Nacht der Harmonie“ am Guckaisee
Nur wenige Tage später wurde der Guckaisee zur ganz besonderen Konzertbühne. Rund 200 Besucherinnen und Besucher kamen am 13. August zur „Nacht der Harmonie“ mit Frank Tischer live in concert.
Eine Nacht nach dem Höhepunkt der Perseiden hätte kaum besser gewählt sein können: Der Himmel über dem Guckaisee zeigte sich von seiner spektakulärsten Seite. Unzählige Sterne waren zu sehen – und sogar einige beeindruckend große Sternschnuppen zogen über den Himmel.
Viele Gäste hatten Decken mitgebracht und machten es sich direkt am See gemütlich. Im Liegen, mit dem Blick nach oben, lauschten sie den sphärischen Klängen von Frank Tischer.
Dazu nahm er das Publikum mit auf eine Reise durch die Geschichten und Sagen, die sich die Menschen seit Jahrhunderten über die Sterne und Sternbilder erzählen. Da ging es um den Großen und Kleinen Bären, um Zeus und Perseus, um Medusa und um Andromeda, König Kepheus und Königin Kassiopeia – und natürlich auch um das große Seeungeheuer.
Musik, Geschichten und der echte Sternenhimmel verschmolzen dabei zu einem ganz besonderen Erlebnis. Der Guckaisee wurde für einen Abend zu einem Ort, an dem man einfach nur nach oben schauen, zuhören und der eigenen Fantasie freien Lauf lassen konnte.
Auch hier geht ein großes Dankeschön an das Tourismusbüro für die Organisation, an das Discoteam Phönix für die Technik und an den Bauhof für den Aufbau.
Und es geht weiter
Wer den Guckaisee als Veranstaltungsort bereits ins Herz geschlossen hat, darf sich auf den nächsten besonderen Abend freuen: Am 19. September sind Jan Polivka am Flügel und ein Streichquartett zu Gast. Unter dem Titel „Wassermusik“ wird der Guckaisee erneut zur Bühne.
Zwei Veranstaltungen, zwei ganz unterschiedliche Erlebnisse – und doch haben beide gezeigt, was Poppenhausen ausmacht: besondere Orte, engagierte Menschen, Kultur, Musik, Geschichten und eine Landschaft, die selbst manchmal die beste Bühne ist.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die diese besonderen Abende möglich gemacht haben – und natürlich an alle Gäste, die dabei waren und Poppenhausen mit Leben gefüllt haben. AB
