Veranstaltung

Kammermusik am Guckaisee: Ein Konzertabend der besonderen Art

Poppenhausen – Rund 220 Gäste fanden am Samstagabend, 19. September, den Weg zum Guckaisee und erlebten dort einen Konzertabend, der wohl für viele noch lange in Erinnerung bleiben wird. Unter dem Titel „Kammermusik am Guckaisee“ erklangen am Steg des Sees zwei romantische Meisterwerke: Franz Schuberts „Forellenquintett“ in A-Dur und Bedřich Smetanas „Die Moldau“.

Die Idee zu diesem außergewöhnlichen Konzert hatte der Pianist Jan Polivka, der gemeinsam mit befreundeten Musikerinnen und Musikern aus Tschechien und Deutschland auftrat. Mit dabei waren Ekaterina Pietzsch und Václav Polivka (Violine), Alice Sichová (Viola), Petr Pitra (Violoncello), Pavel Mazanec (Kontrabass) und Jan Polivka am Klavier.

Schon der Konzertort machte den Abend zu etwas Besonderem. Zwischen dem Pferdskopf, der Eube und dem Wasser des Guckaisees erklang die Kammermusik inmitten der Rhöner Landschaft. Die Dämmerung, die besondere Atmosphäre des Sees und das passende Wetter schufen dabei einen außergewöhnlichen Rahmen für die musikalische Darbietung. Die Musiker überzeugten mit großer Professionalität und Spielfreude und nahmen das Publikum mit auf eine musikalische Reise.

Bürgermeisterin Alexandra Ballweg begrüßte die zahlreichen Gäste und ging dabei auch auf die ungewöhnliche logistische Herausforderung des Abends ein: Ein Konzertflügel musste aus der Pfarrkirche St. Georg in Poppenhausen zum Guckaisee und anschließend auf den Steg transportiert werden. „Allein die Vorstellung, einen Flügel an diesen besonderen Ort zu bringen, klingt schon nach einem Abenteuer“, so die Bürgermeisterin. Ihr Dank galt insbesondere dem Bauhof und der Tourismusabteilung der Gemeinde, die die Veranstaltung organisatorisch und praktisch unterstützten.

Auch Jan Polivka bedankte sich ausdrücklich beim Bauhof. Die Mitarbeiter hätten seinen Flügel „fast zärtlich“ behandelt.

Dass das Wetter an diesem Abend mitspielte, war für die Veranstaltung von besonderer Bedeutung. Mit Blick auf die gelungene Kombination aus Landschaft und Musik meinte Bürgermeisterin Ballweg: „Die Wettergöttin ist auf jeden Fall aus Poppenhausen.“

Die rund 220 Besucherinnen und Besucher genossen einen Konzertabend, bei dem Musik und Landschaft auf besondere Weise miteinander verbunden wurden.